Ausverkauftes Haus: Union empfängt Tabellenführer St. Pauli

Der 1. FC Union Berlin empfängt im Rahmen des 3. Spieltags der aktuellen Zweitligasaison den FC St. Pauli im bereits ausverkauften Stadion An der Alten Försterei. Ab 13:30 Uhr geht es am Sonntag, dem 26.08.2018 für die Eisernen um die nächsten Ligapunkte.

Guter Start mit Schönheitsfehler: Zwei Liga-Siege, dann Pokal-Aus

St. Pauli ist als einziges Team der 2. Bundesliga mit zwei Siegen in die Spielzeit 2018/19 gestartet und führt dadurch die noch wenig aussagekräftige Tabelle an. Im DFB-Pokal setzte es am vergangenen Wochenende für die Kiezkicker eine bittere 2:3-Niederlage bei Drittligist SV Wehen Wiesbaden, was den guten Saisonbeginn etwas trübte. Aus Sicht von Union-Chefcoach Urs Fischer sei das jedoch kein Grund, die Gäste aus Hamburg zu unterschätzen, im Gegenteil: „Es gibt zwei Möglichkeiten – entweder es belastet und hemmt dich, oder du willst eine Trotzreaktion zeigen. Das macht St. Pauli eher gefährlicher für uns. In erster Linie müssen wir schauen, dass wir unsere Leistung abrufen“, so der 52-Jährige Schweizer auf der Pressekonferenz vor der Partie.

Die Bilanz: Torreiche Duelle und Benefizspiel an der Alten Försterei

Union blieb zuletzt siebenmal in Folge gegen die St. Paulianer ungeschlagen (5 Siege, 2 Remis). Das letzte Mal punktlos blieben die Rot-Weißen im Oktober 2014, als man sich am Millerntor mit 0:3 geschlagen geben musste. Insgesamt trafen beide Mannschaften 24-mal aufeinander, wobei die Berliner zehnmal als Sieger den Platz verließen. Dazu gab es jeweils sieben Punkteteilungen und sieben Niederlagen. Im Durchschnitt fallen bei Zweitligapartien zwischen Union und St. Pauli mehr als drei Tore pro Spiel, doch es war ein torloses 0:0, das die wohl größte Bedeutung in der gemeinsamen Vergangenheit hat: Am Mittwoch, dem 02.06.2004 gastierte der FC St. Pauli vor 5.152 Zuschauern im Stadion An der Alten Försterei zum Benefizspiel. Die Begegnung war Teil der „Bluten für Union“-Kampagne, mit der sich die Köpenicker letztendlich die Lizenz für die damals drittklassige Regionalliga sicherten.

In der zurückliegenden Saison entschieden die Eisernen gleich beide Spiele für sich: Zunächst besorgte Sebastian Polter in der Nachspielzeit per Kopf den knappen 1:0-Heimsieg (90.+2), bevor in der Rückrunde Simon Hedlund für die zu dem Zeitpunkt bereits in Unterzahl spielenden Unioner zum 1:0-Auswärtserfolg in der Schlussphase traf (80.).

Ausfälle und Rückkehrer: Trainer Fischer kann fast aus dem Vollen schöpfen

Personell ist die Lage bei den Eisernen recht entspannt, wie Urs Fischer auf der Pressekonferenz feststellte. Felix Kroos, der sich bei seinem Kopfballtor zum zwischenzeitlichen 2:1 in Jena verletzte, konnte Mittwochnachmittag wieder voll ins Mannschaftstraining einsteigen. Die Langzeitverletzten Fabian Schönheim und Sebastian Polter sind weiterhin auf einem guten Genesungsweg, verriet Fischer, während er bei Joshua Mees eine stetige Belastungssteigerung ab der kommenden Woche erwarte. Marc Torrejón hat unterdessen individuell trainiert, was auch für Neuzugang Suleiman Abdullahi gilt. Durch den kürzlich aus Hoffenheim ausgeliehenen Robert Žulj besitze man jetzt außerdem noch mehr Alternativen in der Offensive, so Fischer, der sich auf eine mögliche Kadernominierung oder gar einen Startelfeinsatz des 26-Jährigen allerdings noch nicht festlegen wollte.

Anreise- und Ticketinfos: Volles Stadion – keine Tageskassen

Das Duell zwischen Union und St. Pauli ist bereits ausverkauft, daher wird es weder im Gäste- noch im Heimbereich Tageskassen geben. Aufgrund des hohen Besucherandrangs wird die Anreise per öffentlicher Verkehrsmittel oder mit dem Fahrrad empfohlen.

Der Anpfiff unter der Leitung des 38-jährigen Schiedsrichters Sven Jablonski (Bremen) erfolgt um 13:30 Uhr, Stadionöffnung ist um 12:00 Uhr. Wer nicht live mit dabei sein kann, erhält über den Liveticker (ab ca. 60 Minuten vor Spielbeginn) sowie die vereinseigenen Social Media Kanäle aktuelle Infos zur Begegnung.

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