Füchse und Kiel trennen sich in einem packenden Krimi in ausverkaufter Halle mit 25:25

Dieses Spiel hielt alles, was man von einem Topspiel in der Bundesliga erwartet. Vor 9000 Zuschauern in der ausverkauften Max-Schmeling-Halle lieferten sich die Füchse Berlin und der THW Kiel einen regelrechten Handball-Krimi – mit einem ausgeglichenen Ausgang. Am Ende stand es 25:25 (15:14)-Unentschieden.

Alles spitzte sich auf diesen einen Moment zu. Dieser Siebenmeter in der allerletzten Sekunde. Petr Stochl wurde für das überragende Geburtstagskind Silvio Heinevetter (33) gebracht. Die Stimmung in der Halle war am Siedepunkt. Am Wurf von Niclas Ekberg war Stochl zwar dran, dennoch landete der Ball im Netz zum letztlich verdienten und fairen 25:25-Remis. „Ich war dran am Ball. Das ärgert mich natürlich ein wenig“, sagte Petr Stochl hinterher, „aber so ist das eben im Sport. Wir können trotzdem sehr zufrieden mit der Leistung sein. Wir haben ein tolles Spiel gezeigt.“

Füchse-Geschäftsführer Bob Hanning sah das auch so: „Ich habe Velimir, dem Brummbär, gesagt, dass er mit diesem Punkt zufrieden sein soll. Wir haben hier ein großartiges Spitzenspiel gesehen.“ Und wenig später sagte Velimir Petkovic dann auch: „Natürlich hätte ich gerne lieber gewonnen. Vor allem, wenn man noch bis zum Schluss führt. Aber das geht Okay so. Meine Mannschaft hat großartig gekämpft. Erst in Flensburg, dann in Kiel – in dieser Woche haben die Jungs ein großes Pensum hingelegt.“

Drei Tage nach dem grandiosen Pokal-Sieg in Flensburg gingen die Füchse vor 9000 Fans im ausverkauften Fuchsbau topmotiviert ins Spiel. Unter den Augen von Bundestrainer Christian Prokop lieferten sich beide Teams vom Anwurf weg ein packendes Match. Die Füchse führten nach acht Minuten mit 5:3, lagen kurz darauf aber mit 5:6 zurück. Im Tor trieben sich Silvio Heinevetter und Niklas Landin gegenseitig zu Höchstleistungen. Petkovic: „Sie sind beide herausragende Torhüter und haben das heute gezeigt.“

In die Pause gingen die Füchse dank eines Treffers von Kevin Struck mit einer 15:14-Führung.
Nach dem Seitenwechsel blieb die Partie unfassbar spannend. Die Berliner verloren zwischendurch aber mal den Faden und gerieten mit 15:18 (35.) in Rückstand. Doch angetrieben vom Publikum und einem starken Heinevetter glichen die Hauptstädter zum 18:18 (40.) aus. Kurz vor Schluss gelang den Füchsen durch den starken Kevin Struck sogar noch der Führungstreffer. Doch Ekberg kam und traf vom Siebenmeterstrich.

Kevin Struck: „Die Stimmung war großartig und eines Spitzenspiels würdig. Das war Werbung für den Handballsport.“

Die erfolgreichsten Torschützen waren bei den Berlinern Steffen Fäth mit acht Treffern und Struck mit sechs Toren. Beim THW war Ekberg mit sieben Tore erfolgreich.

Statistik: Heinevetter, Stochl – Fäth (8), Struck (6), Lindberg (3/2), Plaza Jimenez (2), Wiede (2), Nenadic (2), Drux (1), Gojun (1), Zachrisson, Elisson, Schmidt, Vukovic – Schiedsrichter:Schulze/Tönnies (Magdeburg/Stendal) – Strafminuten:Füchse 10 – Kiel 8 – Siebenmeter: 2/2, 6/5 – Zuschauer: 9000

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