«Klassenerhalt kein Thema» für Mainz

Die Mainzer siegen im Freitagsspiel mit 5:0 über den SC Freiburg. Foto: Torsten Silz/dpa

Der FSV Mainz 05 will sich nach dem 5:0 gegen den SC Freiburg nicht damit zufrieden geben, den Abstiegskampf so gut wie abgehakt zu haben, sondern weiter gute Leistungen bringen. Freiburg muss die Pleite eine Woche nach dem 1:1 gegen den FC Bayern verdauen.

Für den FSV Mainz 05 sind die Abstiegssorgen nach dem 5:0 (3:O)-Kantersieg gegen den SC Freiburg praktisch ausgestanden. Dennoch wollen sich die Rheinhessen in den noch verbleibenden sechs Partien der Fußball-Bundesligasaison weiter ins Zeug legen.
«Klassenerhalt ist nicht unser Thema», sagte 05-Chefcoach Sandro Schwarz am Freitagabend nach dem Abpfiff. «Unsere Aufgabe lautet, bis zum letzten Spiel das Mainzer Gesicht zu zeigen.» Sein Team hatte zuvor nur eine der vergangenen acht Begegnungen gewonnen. Der SC Freiburg, vor einer Woche noch für das 1:1 gegen Bayern München gelobt, muss nach der etwas kuriosen Partie den herben Dämpfer erst einmal verdauen.
MATETAS DREIERPACK: Der französische Stürmer Jean-Philippe Mateta hat mit seinem Dreierpack (26./33./77. Minute) wesentlichen Anteil am ersten Mainzer Sieg nach zuvor vier Niederlagen in Serie. «Das ist etwas Besonderes für mich», sagte Mateta, der nach zehn Spielen ohne Tor wieder traf. Wegbereiter des Kantersiegs war aber Jean-Paul Boetius, der nach einem schweren Patzer von Gäste-Torwart Alexander Schwolow das 1:0 (20.) erzielte und das 2:0 für Mateta vorbereitete. Karim Onisiwo (73.) steuerte einen weiteren Treffer zum höchsten Saisonsieg bei. Mit dem 5:0 haben die Mainzer ihre Liga-Rekordmarke von 2005 gegen Freiburg und 2015 gegen Paderborn, als es ebenfalls 5:0-Erfolge gab, egalisiert.
FREIBURG DOMINIERT IN DER STATISTIK: Die Mainzer haben gewonnen, aber die Freiburger hatten fast in allen Kategorien die besseren Werte. Sie hatten mit 65 Prozent viel mehr Ballbesitz als der Gegner (35 Prozent). Auch bei der Zweikampfquote (58 Prozent) und Passquote (90 Prozent, Mainz 83 Prozent) hatten sie die Nase weit vorn. Außerdem wurden für die Gäste 17 Torschüsse gezählt, die zu keinem Treffer führten. Die Mainzer brauchten dagegen nur neun Torschüsse, um den Ball fünf Mal in die Maschen zu hauen.
SELBSTKRITISCHE FREIBURGER: Für die Freiburger gibt es gegen Mainz nichts zu gewinnen – seit vielen Jahren schon. Auch im zehnten Anlauf gab es keinen Sieg, obwohl die Freiburger von ihren vorherigen acht Spielen nur eines verloren hatten und zuletzt sogar dem Rekordmeister aus München einen Punkt abtrotzten. Trotz der Pleite und obwohl Mainz mit 33 Punkten in der Tabelle an den Freiburgern vorbeigezogen ist, muss die Mannschaft von Trainer Christian Streich mit 32 gesammelten Zählern ebenfalls nicht mehr an Abstiegskampf denken.
THEMA DES TAGES: Geht er oder geht er nicht? Diese Frage wurde 05-Sportvorstand Rouven Schröder vor und nach der Partie gegen Freiburg gestellt. Es gab Spekulationen um ein Engagement beim Liga-Konkurrenten Borussia Mönchengladbach. «Ich habe einen langfristigen Vertrag und erledige meine Arbeit bei Mainz 05», sagte Schröder dazu.

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