Ordentliche Mitgliederversammlung: Union wächst weiter

Am Mittwoch, dem 28. November 2018 fand die Ordentliche Mitgliederversammlung des 1. FC Union Berlin e.V. statt.

Vor 751 anwesenden Mitgliedern berichtete Union-Präsident Dirk Zingler im Bericht des Präsidiums über die erneut positive Entwicklung in allen relevanten Geschäftsbereichen. In der abgelaufenen Saison 2017/18 erwirtschaftete der Verein Einnahmen von 43,978 Mio. Euro, dem standen Ausgaben in Höhe von 43,783 Mio. Euro gegenüber, sodass ein Überschuss von 0,195 Mio. Euro erzielt werden konnte.

Der Zuschauerschnitt der abgelaufenen Saison belief sich auf 21.223 und liegt in der laufenden Spielzeit aktuell bei 21.285. Mit dem heutigen Datum zählt der 1. FC Union Berlin 21.394 Mitglieder und 407 Sponsoren.

Für die laufende Saison 2018/19 plant Union mit einem weiteren Wachstum. Erträgen von voraussichtlich 47,076 Mio. Euro sollen Ausgaben von 47,006 Mio. Euro gegenüberstehen und für einen Gewinn von 0,070 Mio. Euro sorgen.

Neben der Entwicklung des 1. FC Union Berlin ging Union-Präsident Dirk Zingler auch auf das Anfang Oktober veröffentlichte Positionspapier für einen Kurswechsel im Deutschen Profifußball ein:

„In den nächsten Monaten wird sich entscheiden, und entscheiden werden die Vereinsführungen der 36 DFL Mitglieder, ob es uns für die nächsten Jahre gelingt, einen angemessenen Ausgleich der Interessen zwischen den unterschiedlichen Mitwirkenden im deutschen Profifußball herzustellen. Und dazu gehören die Aktiven, die Sponsoren, die Medien, die Zuschauer in den Stadien und an den Fernsehern, die aktiven Fanszenen und die Ultras eben auch“, so Zingler in seiner Rede. „Ein Streben nach maximalen medialen Erträgen halte ich für einen sehr gefährlichen Weg. Es gibt nichts Wertvolleres, auch nicht für die Vermarktung von medialen Rechten, als ausverkaufte, stimmungsvolle Stadien ohne Proteste und Konflikte, in denen spannende Fußballspiele stattfinden.“

Stadionausbau und Neubau des Nachwuchsleistungszentrums

Der geplante Ausbau des Stadions An der Alten Försterei ist im Jahr 2018 wichtige Schritte vorangekommen. Der Aufstellungsbeschluss für das vorhabenbezogene Bebauungsplanverfahren wurde von der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung und Wohnen gefasst und die innerhalb des Verfahrens ebenfalls vorgesehene „frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit und der Träger öffentlicher Belange“ ist bereits erfolgt. Das in diesem Zuge vorgestellte Verkehrsgutachten kommt zu dem Schluss, dass eine Stadionerweiterung am vorgesehen Standort nicht nur baulich in der vorgesehenen Größenordnung machbar ist, sondern auch aus verkehrlicher Sicht grundsätzlich möglich ist. In den kommenden Wochen und Monaten gilt es nun, die Hinweise aus der frühzeitigen öffentlichen Beteiligung, die Lösungsansätze aus dem Verkehrsgutachten und weitere Themenfelder, wie zum Beispiel den Lärmemissionsschutz zu einem tragfähigen Gesamtkonzept zu verbinden.

Auch der Neubau des Nachwuchsleistungszentrums rückt näher. Anfang Oktober konnten die Vorplanungsunterlagen zur Prüfung eingereicht werden. Der Baubeginn ist für Sommer 2019 vorgesehen. Neben der Realisierung des ersten Bauabschnittes hat die Arbeit an den Plänen für den später folgenden zweiten Bauabschnitt begonnen, innerhalb dessen ein Spielort, eine Sporthalle und eine Kita entstehen sollen.

Präsidium, Aufsichtsrat und Ehrenrat entlastet

Der Aufsichtsrat hat entsprechend seiner satzungsgemäßen Verantwortung den Jahresabschluss verabschiedet und das Präsidium für das Geschäftsjahr 2017/2018 entlastet. Mehrheitlich beschloss die Mitgliederversammlung die Entlastung des Aufsichtsrates und des Ehrenrates. Anschließend stand turnusmäßig die Wahl des Aufsichtsrates auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung.

Neuer Aufsichtsrat gewählt

Mit großer Mehrheit wurden die bisherigen Aufsichtsratsmitglieder Thomas Koch, Hans-Joachim Lesching, Karlheinz Nolte, Joachim Müller und Dr. Dirk Fischer für eine weitere Amtszeit von vier Jahren in das Kontrollgremium gewählt. In ihrer konstituierenden Sitzung am Rande der Mitgliederversammlung verständigten sich die Aufsichtsräte darauf, dass Thomas Koch auch in der neuen Wahlperiode den Vorsitz übernimmt.

„Meine Kollegen und ich freuen uns sehr über das Ergebnis der Wahl. Fachlich sehe ich uns gut gewappnet, den vor uns liegenden Herausforderungen adäquat zu begegnen. Als Personen kennen und schätzen wir uns seit Jahren und wissen, dass wir uns aufeinander verlassen können“, so Thomas Koch und ergänzt: „Die Basis unserer Gemeinschaft bei Union ist Vertrauen und dieses ist hier gegeben und gerechtfertigt.“

Ehrung verdienter Unioner

Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurden traditionell verdiente Unioner für ihr Engagement geehrt.

Die Ehrennadel in Bronze erhielten:
Uwe Kolley
Heike Albrecht
Siegfried Gerhardt
Thomas Matscheroth
Holger Rode
Steffen Kleinert

Die Ehrennadel in Silber erhielten:
Erik Raasch

Die Ehrennadel in Gold erhielt:
Tino Czerwinski

Zum Ehrenmitglied ernannt wurde:
Joachim „Bulle“ Sigusch

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