Polizeimeldungen vom 07.06.2018

Nr. 1250
(Charlottenburg-Wilmersdorf/Steglitz-Zehlendorf/Land Brandenburg) Das wird teuer: Sehr teuer dürften Geschwindigkeitsüberschreitungen eines jungen Autofahrers heute früh werden. Gegen 3.15 Uhr überholte der Mann mit einem, wie sich später herausstellte, Mietwagen auf der BAB 115 in Höhe der Avus Tribünen in Westend ein Zivilfahrzeug der Autobahnpolizei. Hier stellten die Fahnder gefahrene 152 km/h bei erlaubten 80 Stundenkilometern fest. In der Folge kam es zu einer Videoaufzeichnung seitens der Beamten. In Höhe Ausfahrt Spanische Allee in Nikolassee registrierten die Polizisten 173 km/h. Hier dürfen maximal 100 km/h gefahren werden. Im Land Brandenburg, kurz hinter der Anschlussstelle Kleinmachnow, zeigte das Überwachungsgerät 204 Stundenkilometer. Es kam zu einer Überschreitung von 84 km/h. Der Fahrer verließ dann die BAB 115 und befuhr die Nutheschnellstraße in Richtung Potsdam bei erlaubten 80 mit 164 Stundenkilometern. In der Schiffbauergasse in Potsdam gelang es den Zivilfahndern den Wagen zu stoppen. Nach der Personalienfeststellung wurde der 21-Jährige am Ort entlassen. Aufgrund der erheblichen Geschwindigkeitsverstöße hat er mit einem Bußgeld in Höhe von mindestens 3.000 Euro, zwei Punkten und einem dreimonatigen Fahrverbot zu rechnen.

Nr. 1251
(Pankow) Schwer verletzter Autofahrer: Bei einem Unfall gestern in den frühen Nachmittagsstunden in Französisch Buchholz wurde ein Autofahrer schwer verletzt. Nach bisherigen Erkenntnissen befuhr der 34-Jährige gegen 14.30 Uhr mit seinem Opel die BAB 10 in Richtung Autobahndreieck Potsdam. Zwischen der Hobrechtsfelder Chaussee und der Schönerlinder Straße fuhr er auf einen vor ihm fahrenden Sattelzug auf. Dabei erlitt der Autofahrer schwere Arm-, Bein-, Kopf- und Rumpfverletzungen und kam zur stationären Behandlung in ein Krankenhaus. Der Verkehrsermittlungsdienst der Polizeidirektion 1 übernahm die Unfallbearbeitung.

Nr. 1252
(Neukölln) Fahrzeug einer Objektschutzstreife mit Stein beworfen: In der vergangenen Nacht wurde das Fahrzeug einer Objektschutzstreife in Neukölln mit einem Stein beworfen. Gegen Mitternacht standen der Objektschützer und seine Kollegin mit ihrem Wagen im Kottbusser Damm Ecke Urbanstraße an der roten Ampel, als plötzlich ein Stein an der rechten Fahrzeugseite einschlug. Beide entdeckten daraufhin auf dem Gehweg einen Mann, der gerade an einer Baustelle nach einem weiteren Stein griff. Die Objektschutzstreife bog daraufhin rechts in die Urbanstraße ab und rief Unterstützung. Währenddessen ergriff der Steinewerfer die Flucht. Verletzt wurde niemand. Die Ermittlungen dauern an.

Nr. 1253
(Charlottenburg-Wilmersdorf) Junge Frau bei Flucht getötet: Gestern Abend gegen 21.30 Uhr ist eine junge Frau bei einer Flucht in Charlottenburg getötet worden. Nach bisherigen Ermittlungen beobachteten Zivilfahnder in der Westfälischen Straße in Wilmersdorf kurz vor der Brandenburgischen Straße drei Personen, die aus einem geparkten, aufgebrochenen Ford Transit Werkzeuge in ihren Wagen luden und anschließend weg fuhren. Die Polizisten folgten dem Audi, stoppten ihn mit Unterstützungskräften zunächst in der Lewishamstraße kurz vor dem Stuttgarter Platz und keilten den Wagen mit ihren zivilen Dienstfahrzeugen ein. Polizisten traten dann an den Audi heran. Zeitgleich rammte der Fahrer mit dem Audi die Polizeifahrzeuge, klemmte dabei einen Zivilfahnder ein, fuhr über den Mittelstreifen und entfernte sich über die Gegenfahrbahn. Der Fahrer bog links in den Stuttgarter Platz ab und dann rechts in die Windscheidstraße. Er setzte seine Fahrt fort und fuhr bei Rot an der Kantstraße in die Kreuzung ein. Dabei stieß er erst mit einem Skoda zusammen, mit dem eine 55-Jährige in der Kantstraße in Richtung Kaiser-Friedrich-Straße unterwegs war, und dann mit einem VW Passat. Mit diesem befuhr eine 62-Jährige die Kantstraße in Richtung Suarezstraße. Durch die Wucht des Aufpralls wurde der Audi gegen einen geparkten Opel Astra geschleudert, der kurz hinter der Ampel in der Windscheidstraße am rechten Fahrbahnrand parkte. In diesem Zusammenhang wurde eine 22 Jahre alte Fußgängerin erfasst, die auf dem Gehweg ihr Fahrrad schob, und tödlich verletzt. Darüber hinaus wurden ein Sicherungskasten, zwei Poller, ein abgestelltes Fahrrad und drei geparkte Autos, ein Opel Corsa, ein VW Passat und ein Audi beschädigt. Der flüchtige Audi schleuderte weiter über die Windscheidstraße, stieß kurz vor der Pestalozzistraße gegen einen geparkten VW Passat und kam dann auf der linken Straßenseite zum Stehen. Der offenbar alkoholisierte 27-jährige Fahrer flüchtete zu Fuß in die Pestalozzistraße in Richtung Suarezstraße und wurde nach einigen Metern von Polizeibeamten vorläufig festgenommen. Seine beiden Komplizen, 14 und 18 Jahre alt, waren schwer verletzt im Audi zurückgeblieben. Das Trio kam zu stationären Behandlungen in Krankenhäuser und wird dort derzeit bewacht. Auch die beiden Autofahrerinnen mussten stationär in Kliniken aufgenommen werden. Der Polizist erlitt Beinverletzungen und konnte das Krankenhaus nach der Behandlung wieder verlassen. Das Tatfahrzeug sowie der Führerschein des 27-Jährigen wurden beschlagnahmt. Während der Rettungs- und Aufräumarbeiten sowie der Unfallaufnahme war die Kantstraße zwischen Suarez- und Kaiser-Friedrich-Straße und die Windscheidstraße zwischen Stuttgarter Platz und Pestalozzistraße gesperrt. Die letzten Sperrungen wurden gegen 3 Uhr aufgehoben. Der Verkehrsermittlungsdienst und die Kriminalpolizei der Polizeidirektion 2 ermitteln.

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