Schüler demonstrieren landesweit für ihre Zukunft

Junge Teilnehmer einer «Fridays for Future»-Demonstration, hier in Magdeburg. Foto: Klaus-Dietmar Gabbert/Archiv

Seit Wochen gehen Schüler jeden Freitag für eine andere Klimapolitik auf die Straße. Brandenburg macht da keine Ausnahme. Im Landtag wollen sich die jungen Leute auch mit Politikern treffen.

In mehr als 1650 Städten weltweit wollen an diesem Freitag Schüler auf die Straße gehen und demonstrieren – auch in Brandenburg. Angekündigt wurden Aktionen in Potsdam, Falkensee, Templin, Cottbus, Neuruppin, Eberswalde, Oranienburg und Luckenwalde. Die Jugendlichen fordern einen besseren Schutz des Klimas und mehr Engagement der Politik.
Im Potsdamer Landtag werden Landtagspräsidentin Britta Stark, Vize-Präsident Dieter Dombrowski sowie weitere Präsidiumsmitglieder mit einer Abordnung von 15 Schülern zusammenkommen. Vor einer Woche hatten sich die jungen Leute an das Präsidium gewandt. Sie wollten ihr Anliegen nicht nur auf der Straße, sondern direkt den Brandenburger Volksvertretern vortragen, schrieben sie in der Mail. Die Potsdamer Demonstration führt zum Landtag am Alten Markt.
Bei ihren Bemühungen für mehr Klimaschutz erhalten die Schüler mittlerweile von vielen Seiten Unterstützung. Auch Wissenschaftler aus der Region stellen sich hinter die Proteste. «Es ist sehr gut, dass die Jugendlichen aktiv werden für ihre eigene Zukunft», sagte der Umweltwissenschaftler Werner Gerwin, der am Forschungszentrum der Brandenburgischen Technischen Universität (BTU) Cottbus Senftenberg arbeitet. Er ist einer von 12 000, die die Initiative «Scientists for Future» unterstützen. Es müsse rasch und entschieden gehandelt werden, sagte der Umweltmeteorologe an der BTU, Klaus Keuler.
«Wir haben immer begrüßt, dass sich Schüler engagieren – unter anderem für den Umweltschutz», sagte der Landesvorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), Günther Fuchs. Einige Schulen würden das auch als Projekttag nutzen. Man müsse allerdings aufpassen, dass das nicht zu einer Dauerinstitution werde. Unter dem Strich müsse auch Leistung gebracht werden.
Die Demonstrationen gehen auf die sechzehnjährige schwedische Umweltaktivistin Greta Thunberg zurück. Statt zur Schule zu gehen, demonstriert sie seit August 2018 freitags unter dem Motto «Schulstreik fürs Klima» vor dem Reichstag in Stockholm. Ihr Engagement wurde weltweit bekannt. In zahlreichen Ländern demonstrieren junge Menschen nach ihrem Vorbild für mehr Klimaschutz.

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