So viele Erstklässler in Hamburg wie seit Jahrzehnten nicht

Eine Schülerin sitzt in einer Grundschule über ihren Aufgaben. Foto: Felix Kästle/Archiv

In Hamburg werden nach den Sommerferien so viele Mädchen und Jungen eingeschult wie seit Jahrzehnten nicht mehr. Die staatlichen Grundschulen haben der Schulbehörde zufolge 15 428 Anmeldungen für die künftigen ersten Klassen vorliegen. «Das hat es so in den vergangenen 25 Jahren nicht gegeben», sagte ein Sprecher am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur. Ein Grund für die Steigerung um 762 Erstklässler im Vergleich zum Vorjahr sei auch der Zuzug vieler Menschen nach Hamburg. Zudem blieben viele Hamburger Familien in der Stadt und zögen nicht wie früher üblich ins Umland.
Gleichzeitig geht die Schulbehörde mit Blick auf die Geburtenrate davon aus, dass die Schülerzahlen in den kommenden Jahren weiter steigen werden. «Wir erwarten eine Zunahme von 25 Prozent bis 2030. Das wird noch ordentlich weitergehen», sagte der Sprecher weiter. Bereits seit zwei bis drei Jahren gibt es wieder mehr Erstklässler in Hamburg. «In dieser Dynamik haben wir das aber zum ersten Mal.»
Im Vergleich zum Schuljahr 2014/15 sollen in diesem Jahr 80 zusätzliche Erste Klassen eingerichtet werden. «Das war nur möglich, weil wir den Schulbau in den letzten Jahren dramatisch angekurbelt haben. (…) Allein 900 Millionen Euro werden in den Jahren 2019/20 investiert, deutlich mehr als beispielsweise die gesamte Elbphilharmonie gekostet hat», sagte Schulsenator Ties Rabe (SPD). 2010 seien 155 Millionen Euro in den Bau von Schulen investiert worden. Seitdem habe der Senat die Investitionen auf mehr als 360 Millionen Euro mehr als verdoppelt.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.