Union gegen HSV unter Zugzwang

Joshua Mees von Union Berlin jubelt über seinen Treffer. Foto: Daniel Karmann/Archivbild

Union Berlin hinkt aktuell den eigenen Ansprüchen hinterher. Das 1:1 in Fürth war die fünfte Partie ohne Sieg in Folge. Paderborn hat die Eisernen nun auf Rang vier verdrängt.

Auch nach dem Absturz auf den vierten Tabellenplatz glaubt der 1. FC Union Berlin weiter an die Chance auf den Aufstieg in die Fußball-Bundesliga. «Wir haben alles noch selbst in der Hand. Wenn wir unsere Spiele gewinnen, sind wir im Endeffekt unter den ersten Drei», sagte Joshua Mees. Nach zuletzt fünf sieglosen Spielen nacheinander soll ausgerechnet gegen den Tabellenzweiten Hamburger SV am Sonntag (13.30 Uhr/Sky) die Wende eingeleitet werden.
«Wir müssen über Kampf und Leidenschaft kommen. Wir müssen die Fans von Anfang an auf unsere Seite ziehen. Dann entwickeln wir auch eine Wucht», sagte Linksverteidiger Ken Reichel. «Das wird unser Pluspunkt zu Hause. Es wird interessant und intensiv. Der HSV will genauso gewinnen wie wir.»
Wochenlang wurde im Umfeld der Köpenicker davon geträumt, in dieser längst ausverkauften Partie den HSV vom zweiten Platz verdrängen zu können. Doch nach dem mageren 1:1 am Ostersonnabend bei Greuther Fürth ist Union noch mehr als zuletzt unter Zugzwang.
Erstmals seit Anfang Februar stehen die Berliner nicht mehr auf einem der ersten drei Ränge. Der aktuelle Überflieger SC Paderborn ist vorbeigezogen. Der 1. FC Heidenheim liegt auch nur noch einen Zähler hinter Union. «Es könnte möglich sein, das uns der dritte Platz nicht gut getan hat. Das wäre mir aber zu einfach, das als Grund zu nehmen. Für mich ist das Entscheidende, dass wir die Leistung von Fürth genau analysieren», sagte Trainer Urs Fischer.
In Fürth hatte Mees Union vor der Pause in Führung gebracht. Doch auch die Überzahl nach dem frühen Platzverweis für Fürths Daniel Keita-Ruel half nicht. In der zweiten Halbzeit erwiesen sich der Ausgleich durch Marco Caligiuri und die Rote Karte für Nicolai Rapp als Tiefschläge, von denen sich die Gäste nicht erholten. Torwart Rafal Gikiewicz musste auch noch mit mehreren Glanzparaden einen Punkt retten. «Man merkt schon, dass derzeit einige Spieler nicht das größte Selbstvertrauen haben», sagte Kapitän Christopher Trimmel.
Umso wichtiger wäre am kommenden Spitzenspiel-Wochenende ein Erfolgserlebnis. Neben Union und dem HSV treffen auch Paderborn und Heidenheim direkt aufeinander. «Ich hoffe, dass der Ballast weg ist und wir befreit aufspielen und ein Superspiel gegen den HSV machen können», sagte Mees.
Manuel Schmiedebach, der in Fürth als 19. mitgereister Kaderspieler nur auf der Tribüne saß, könnte gegen den HSV seine Erfahrung einbringen. Ob der bei den Franken wegen einer Beinverletzung fehlende Innenverteidiger Florian Hübner wieder zur Verfügung steht, ist dagegen offen.

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